Bis zum Jahr 1890 arbeitete Robert Koch an einem Impfstoff gegen die "Schwindsucht" (Tuberkulose), den er Tuberkulin nannte und auf dem zehnten Internationalen Medizinischen Kongress in Berlin einem breiten Publikum vorstellte.
Leider stellte sich erst in Langzeitstudien heraus, dass sich Kochs Tuberkulin nicht als Impfstoff oder überhaupt als Wirkstoff gegen den Tuberkulose-Virus eignet. Dies war eine große persönliche Enttäuschung für Robert Koch.
Die Entwicklung des Tuberkulins sollte jedoch in der Tuberkulose-Forschung dennoch eine entscheidende Rolle spielen, nämlich im Rahmen des 1907 von Clemens von Pirquet konzipierten Tuberkulin-Tests.
Der Test lässt eine reliable Tuberkulose-Diagnose zu. Das Tuberkulin ruft beim Hauttest eine Reaktion mit sensibilisierten T-Lymphozyten hervor, die nur beim Kontakt mit Tuberkulose-Erregern gebildet werden.
zurück zum Beginn von "Bakteriologie"
|
|