Der Milzbrand, auch Anthrax genannt, ist eine ansteckende Krankheit, die gleichwarme Tiere und Menschen befallen kann. Sie gehört zu den am längsten bekannten Erkrankungen. Früher trat sie oft in Form von Epidemien auf. Bis zum Jahr 2001 gab es in Nordamerika und Europa sehr lange keine Krankheitsfälle. Nach dem 11. September wurde der Milzbrand allerdings als biologischer Kampfstoff missbraucht und in Briefen in die USA verschickt. Verbreitet ist der Milzbrand noch immer in tropischen Gebieten Afrikas. Es existiert ein Impfstoff, der vor allem bei US-Soldaten eingesetzt wird, dessen Risiken bisher jedoch noch unkalkulierbar sind. Seit dem 1.1.2001 gibt es in Deutschland ein Gesetz, das vorschreibt, auch nur den Verdacht auf die Erkrankung namentlich zu melden.
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Milzbrandbakterien
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Üblicherweise wird Milzbrand durch Tiere auf den Menschen übertragen. Dabei gibt es eine Inkubationszeit von 2-3 Tagen.
Es gibt drei Formen der Erkrankung: den Hautmilzbrand, den Lungenmilzbrand und den Darmmilzbrand. Ersterer ist äußerlich und wird durch infizierte Tierhäute oder –Kadaver übertragen. Er führt zu bösartigen Pusteln auf der Haut, die zu Blutvergiftungen führen können. Die anderen beiden Formen sind innerlich und werden durch Einatmen von Anthraxsporen und durch den Verzehr von verdorbenen Tierprodukten verursacht. Sie führen unter anderem zu Lungenentzündungen und inneren Blutungen. Alle Formen von Milzbrand sind bei Tierärzten, Fleischern und Hirten als Berufskrankheit anerkannt. Die Erkrankung kann tödlich enden.
Tiere nehmen den Erreger durch das Wasser von verseuchten Böden oder aber durch infizierte Tierkadaver und Futtermittel auf. Auch Bisse von Blut saugenden Insekten sind können ansteckend sein.
Die schlimmste bekannte Epidemie wütete 1997 in Ostafrika, durch die mehr als 850 Menschen und unzählbar viele Tiere ums Leben kamen.
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